Moin und herzlich willkommen!

Willkommen in HamburgHamburg wächst. Unter den neuen Bewohnerinnen und Bewohnern der Stadt sind viele, die auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung ihren Weg in die Freie und Hansestadt Hamburg gefunden haben. Die meisten von ihnen haben eine Bleibeperspektive. Sie sind unsere neuen Nachbarn. Ihre Integration ist unser Thema.

Hamburg war schon immer eine Ankunftsstadt, mit der die Hoffnung auf ein besseres Leben verbunden war. Alteingesessene wie Quiddjes wissen das. Unsere Stadt steht – wie ganz Europa – durch die aktuellen Fluchtbewegungen vor einer besonderen Herausforderung. Das ehrenamtliche Engagement ist ungebrochen. Initiativen und Ehrenamtliche haben sich zusammengefunden, um den Geflüchteten das Ankommen zu erleichtern und bei der Integration zu unterstützen. Politik und Verwaltung arbeiten auf Hochtouren, damit bestmögliche Unterbringung und Integration gelingen können. Keine leichte Aufgabe, bei so vielen neuen Nachbarn in so kurzer Zeit.

Die Themen Unterbringung und Integration in Hamburg werden von vielen Bürgerinnen und Bürgern auch mit Sorgen und Unsicherheiten begleitet. Das muss ernst genommen werden. Wir finden allerdings, dass Sorgen nicht dazu missbraucht werden dürfen, schlechte Laune zu verbreiten und Ängste zu schüren.

Wir wollen mit diesem Blog einen Beitrag zur guten Integration unserer neuen Nachbarn leisten. Während andere motzen, wollen unsere Autorinnen und Autoren das Thema ernsthaft, aber mit einer produktiven Grundstimmung beleuchten. Es gibt viele ermutigende Geschichten zum Thema Integration – Geschichten von Vorzeigeprojekten, Vorbildern, Verständigung – sie brauchen Orte, an denen sie erzählt werden können. Dieser Blog soll ein solcher Ort sein.

Scheuen Sie sich nicht, zu kommentieren und mit unseren Autorinnen und Autoren ins Gespräch zu kommen. Neben den Kommentaren sind auch Gastbeiträge, gern gesehen. Unser Redaktionsteam entscheidet gemeinsam, was veröffentlicht wird. Bei allem hier geschriebenen, gilt zum Nutzen einer produktiven Debatte unsere Netiquette.

Dieser Blog ist eine Initiative der SPD Hamburg.

2 Gedanken zu „Moin und herzlich willkommen!“

  1. Die Verallgemeinerungen über „Tunesier“ finde ich schwierig, denn diese nehmen eine ganze Volksgruppe ungerechtfertigt für nicht akzeptable Einzelhandlungen in Haftung. Nicht alle Flüchtlinge und Migranten sind so! Wenn man dies sagt, leugnet man nicht Probleme und Fehlverhalten, die es z.B. in der Silvesternacht gegeben hat.

    Freizügigkeit können die von Ihnen abgeführten Asylbewerber für sich beanspruchen, wenn sie in Deutschland als Flüchtling anerkannt werden. Wie die Ehrenmorde in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen, ist für mich nicht erkennbar. Auch ein anonymes Zitat ist für mich erst einmal das, was es ist – und nicht mehr.

    Deutschland hat sich in der Vergangenheit nicht immer als Einwanderungsland verstanden – es ist aber eines geworden. Auf Bundesebene wird versucht ein Integrationsgesetz aufzubauen – aber dafür gibt es für die SPD in der jetzigen Regierungskonstellation nur einen beschränkten Spielraum. Wir wollen dies ausbauen und weiter entwickeln! Ja – es gehörte in der Vergangenheit zur Lebenslüge, dass man Gastarbeiter ins Land geholt hatte und wenig für die Integration tat, da man davon ausging, dass diese nicht blieben. Das kann man beklagen und entsprechend analysieren – aber man muss es nicht nur dabei belassen.

    Ich glaube auch, dass die, die diese Seite betreiben und sich ehrenamtlich für die Integration von neuen Mitbürgern engagieren, nicht nur „Welcome Refugees“ rufen und es dabei „belassen“ wollen. Dies war eine Haltung, welche Motivation bildet und Mitmenschlichkeit und humanitäres Engagement kennzeichnet.

    Zum Salafismus kann man mehr als nur das Deutsch-Sein anführen: Der Salafismus bietet jungen Menschen, die sich ohnehin häufig altersbedingt in einer schwierigen Entwicklungsphase befinden, ein umfassendes „Gesamtpaket“ mit vermeintlich einfachen Antworten auf die essentiellen Fragen des Lebens. Dazu gehören

    a) ein einfach gestricktes Weltbild, „immer gut“ im Gegensatz zu „immer schlecht“, „vollkommen gläubig“ im Gegensatz zu „vollkommen ungläubig“, ohne Zwischenschattierungen, schwierige Differenzierungen unterbleiben,
    b) eine „Ersatzfamilie“, salafistische Gruppierungen bieten soziale Geborgenheit und ein Gemeinschaftsgefühl, denn jeder ist „Schwester“ oder „Bruder“,
    c) feste Normen und Regeln von einheitlicher Kleiderordnung bis hin zu unterschiedlichen Rechten und Pflichten für Männer und Frauen,
    d) das „gute“ Gefühl, in einer ungerechten Welt durch eigenes Handeln vermeintlich absolut gerechte Verhältnisse schaffen zu können, wobei gemeinsame Aktionen Eventcharakter haben und persönliche Anerkennung verschaffen,
    e) die Jenseitsorientierung des Salafismus mit seinen Heilsversprechen, Paradiesvorstellungen und vermeintlich klaren Antworten auf die für jeden Menschen grundlegende Frage nach dem Sinn des Lebens und einem Fortbestehen nach dem Tod.

    Ja – Integration kann nur funktionieren, wenn die Diskriminierung in den Köpfen der Menschen endlich aufhört. Die Politik kann Rahmen setzen und dies wollen wir Sozialdemokraten tun. Das ist aber nicht alles. Und wenn z.B. ein anerkannter Flüchtling sich hierintegriert, einem Beruf nachgehen kann und seine Religion ausübt, muss er auch nicht die deutsche Staatsangehörigkeit annehmen und sich als Deutscher fühlen. Unser Bürgermeister lädt diejenigen ein, welche die Voraussetzungen für eine Einbürgerung erfüllen . Dazu gehört

    – bestandener Einbürgerungstest (Kenntnisse über die Rechts- und Gesellschaftsordnung sowie die Lebensverhältnisse in Deutschland)
    – seit acht Jahren gewöhnlicher und rechtmäßiger Aufenthalt in Deutschland (diese Frist kann nach erfolgreichem Besuch eines Integrationskurses auf sieben Jahre verkürzt werden, bei besonderen Integrationsleistungen sogar auf sechs Jahre)
    – eigenständige Sicherung des Lebensunterhalts (auch für unterhaltsberechtigte Familienangehörige) ohne Sozialhilfe und Arbeitslosengeld II
    – ausreichende Deutschkenntnisse, dokumentiert durch bestandene Prüfungen
    – keine Verurteilung wegen einer Straftat
    – Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland
    – grundsätzlich der Verlust beziehungsweise die Aufgabe der alten Staatsangehörigkeit (hier gibt es Ausnahmen je nach Herkunftsland)

    Da die soziale Marktwirtschaft nicht abgeschafft wurde, gehe ich auf diesen Punkt schlicht nicht ein.

    Da die Sozialdemokratie nicht abgeschafft wurde (Da mögen Sie anderer Meinung sein, aber die teile ich nicht und finde ich nur falsch) , gehe ich nicht darauf ein.

    Eine Herkules-Aufgabe ist Integration: Das haben wir auch nicht bestritten!

    Ja, sie sind abgeschweift. Und ich habe auch noch weitere gewünschte Qualifikationen an Politiker. Es gibt aber keine “ Zugangsvoraussetzung“, denn Menschen sollen sich hier fürs Gemeinwohl engagieren. Und dies tun auch viele Politiker, die ich kenne. Und auch wenn ich Soziologie studiert habe, verlange ich nicht von Politikern entsprechende Ausbildungsnachweise, sondern Empathie, Alltags- und Allgemeinwissen und Ehrlichkeit. Und da würden sie mir wohl zustimmen.

    Gruß, Frank

  2. „Tunesier sehen in Frauen ohne Kopftuch einfach ein Flittchen. Wenn sie dann noch alleine unterwegs ist und geschweige denn sich dann auch eine Kippe ansteckt, dann sind die der Überzeugung, dass es eine Nutte ist.
    Für die ist es ganz normal solche Frauen anzugrapschen, zu demütigen oder gar zu bedrohen. Die bekommen nur Schiss, wenn sie denken, Gefahr laufen zu können, dass eine Familie hinter solch einer Frau steckt, die sie zur Rechenschaft ziehen würde.

    Was denkst Du denn, was in deren Köpfen vorgegangen ist am Münchener Hauptbahnhof. Junge Mädels mit Herzchenshirt und Hotpants?“

    „Das wird richtig übel für die Mädchen (dieses Mal sind die Einwanderinnen gemeint), wenn die Gefallen an unserer Kultur finden. Wenn die mal unsere Freizügigkeit für sich beanspruchen wollen und versuchen werden sie gegenüber Ihrer Familie durchzusetzen, da sehe ich in einigen Jahren eine Menge an Ehrenmorden auf uns zukommen.“

    Zitate Juni 2016 einer Deutschen, deren Vater Tunesier und deren Mutter Deutsche ist.

    Das ist keine Panikmache und schlechte Laune Mache, das ist die Realität. Die BRD hat sich noch nie als Einwanderungsland verstanden und diesen Umstand stets geleugnet, was es aber de facto gewesen ist und immer noch ist. Es fehlt jedoch der Rahmen.

    Unsere Regierungen, egal welcher Coleur, haben es tunlichst schon immer versäumt einen echten Rahmen für eine Integration zu schaffen. Die Deutschen, die heute Ali, Mustafa, Branko und Milan heißen und „voll“ integriert sind, dass sind sie einzig und allein aufgrund der Erziehungsleistungen ihrer Eltern und ihrer eigenen Leistungen.
    Die Politik und auch nicht unerhebliche Anteile der deutschen Bevölkerung haben schlichtweg versagt. Es reicht nicht zu rufen: „Welcome Refugees!“

    Warum laufen denn so viele junge Menschen den Salafisten hinterher? Weil es unsere Gesellschaft nicht vermochte, diesen jungen Menschen zu vermitteln, dass sie Deutsche sind und was es bedeutet ein Deutscher der Nach-Nazi-Zeit zu sein.

    Natürlich möchte jeder einen Boateng in seiner Nachbarschaft haben, aber um den ging es ja auch nie! Es geht um den Otto-Normal-Schwarzen mit oder auch ohne einen ganz normalen Beruf, um seine Frau, sein/e Kind/er.

    Türken und türkischstämmige gehören in Deutschland schon seit den 60ern zum ganz normalen Stadtbild eines Ballungszentrums. Schon vor über 10 Jahren haben investigative Journalisten bewiesen, dass diese Leute bei der Wohnungssuche diskriminiert werden. Außer in ihren Ghettos sind sie Persona non grata. Oder warum ist es sonst zu erklären, dass es viele türkischstämmige Akademiker in ein Land zieht, also in die Türkei, in dem sie weder geboren, geschweige denn aufgewachsen sind.

    Integration kann nur funktionieren, wenn die Diskriminierung in den Köpfen der Menschen endlich aufhört und dafür muss die Politik den entsprechenden Rahmen schaffen, damit die Zuwanderer endlich Rechtssicherheit und Perspektive für ein Leben in Deutschland haben und wir sie dazu bekommen zu rufen: „Ich bin stolz darauf ein Deutscher zu sein!“

    Aber wie soll das funktionieren, in einem Land in welchen sukzessive die Solidargemeinschaft aufgelöst wird?
    Wie soll es funktionieren, in einem Land in der die Idee der sozialen Marktwirtschaft durch die SPD abgeschafft worden ist (genau so wie die Sozialdemokratie selbst)?
    Wie sollen Deutsche mit an dieser Herkules-Aufgabe partizipieren, wenn ihnen die Politik der letzten 20 Jahre nur aufzeigt, dass es keine Solidarität mehr in der BRD gibt?

    Was soll ich für Araber übrig haben, wenn wir für einander schon nichts mehr über haben?

    Was verlangt ihr da von den Menschen? Fragt ihr euch ernsthaft, warum die Menschen Pegida und AfD hinterherlaufen? Natürlich ist das blöde, aber was ist die Alternative? Ein von der SPD beförderter Raubkapitalismus? Der Kohl hätte sich das in einem ganzen Äon nicht getraut.

    Die Politik seit 1998 hat uns nur eins gezeigt, dass wir alle (abhängig Erwerbstätige) nur noch abgegen und gemolken werden dürfen.

    Und von diesen Menschen erwartet ihr offene Arme für die Armen dieser Welt?

    Viel Erfolg dabei! Ich meine es ernst. Aber so lange ihr das soziale Gefüge in der BRD durch diesen Neo-Liberalismus weiter zerstört, wird es nicht besser; ganz im Gegenteil.

    Bin jetzt ein wenig abgeschweift, aber irgendwie verstehen die Meisten nicht, warum die Dinge sind, wie sie sind.
    Zugangsvoraussetzungen für ein politisches Amt sollten die Kernkompetenzen Geshichte, Wirtschaftsgeschichte, Wirtschaft und Soziologie sein, andernfalls gewinnt die Demagogie.

    Euer

    Julian

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