Crowdfunding-Contest mit Integrationshintergrund

Deutscher Integrationspreis der Hertie-Stiftung

Die Hertie-Stiftung hat ein neues Projekt entwickelt. Sie will den Deutschen Integrationspreis in Kooperation mit Crowdfunding verleihen.

Doch was genau ist eigentlich Crowdfunding?

Crowdfunding ist eine Möglichkeit, Projekte, Startups und vieles mehr durch eine Vielzahl von Menschen im Internet zu finanzieren. Meistens gibt es eine im Voraus festgesetzte Mindestsumme, die in einem bestimmten Zeitraum erreicht werden muss. Wird die Summe innerhalb des Zeitraums erreicht, ist das Crowdfunding erfolgreich und das Projekt kann realisiert werden. Wird das Ziel nicht erreicht, ist die Aktion gescheitert und das gespendete Geld fließt zurück an die Geldgeber.

Und was ist der Deutsche Integrationspreis?

Mit dem Deutschen Integrationspreis will die Hertie-Stiftung erfolgversprechende soziale Projekte finden und fördern, die sich mit Geflüchteten  oder für diese mit Integration beschäftigen. Die Stiftung wird die Finanzierung sowie die Umsetzung der Projekte begleiten und letztendlich die besten Projekte auszeichnen. Insgesamt stellt die Hertie-Stiftung für die gesamte Aktion über 200.000 Euro bereit.

Bewerbung

Das Projekt startete bereits im Oktober 2016 mit der Bewerbungsphase. Bis Dezember 2016 konnten sich alle Projekte, die Interesse an dieser Aktion hatten, bewerben. Davon wurden die 50 erfolgversprechendsten Projekte von einer Jury ausgewählt. Mit ihnen geht es nun seit Dienstag, dem 21.03.2017 in die zweite Runde.

Crowdfunding

Die ausgewählten Bewerber stellen auf der Crowdfunding-Plattform startnext.com ihre Visionen und Projekte vor. Dabei ist das Ziel, möglichst viele Menschen zu erreichen und vor allem zu überzeugen, für ihre Sache Geld zu spenden und so Unterstützung zu leisten.

Die 20 Bewerber, die zur Halbzeit des Contests die meisten Spender mobilisiert haben, erhalten eine Extraförderung von bis zu 15.000 Euro pro Projekt durch die Hertie-Stiftung.

Umsetzung und Auszeichnung

Die Projekte, die ihr finanzielles Ziel erreichen, setzen anschließend ihre Idee um. Nach einem halben Jahr betrachtet die Jury die besonders erfolgreichen Contest-Projekte noch einmal genauer und sucht diejenigen heraus, die besondere Wirkung entfalten und das Potential haben, größer und erfolgreicher zu werden.

Insgesamt werden drei Projekte am Ende den „Deutschen Integrationspreis“ verliehen bekommen, der mit insgesamt 100.000 € dotiert ist.

Die Preisverleihung wird schließlich im Oktober 2017 stattfinden.

Mitmachen

Der Startschuss zum Crowdfunding ist gefallen und nun warten wir gespannt ab, wie es weitergeht. Das Leethub , welches ich im letzten Beitrag vorgestellt habe, ist selbst mit zwei Projekten an der Aktion der Hertie-Stiftung beteiligt.

Zum einen geht das Projekt „Life back Home“ an den Start, wo Geflüchtete als Referenten in Schulen gehen und dort von ihren Erfahrungen berichten. Zum anderen ist das Projekt „Move ON“ dabei, das Menschen mit Fluchthintergrund bei der Existenzgründung unterstützt.

Wer Lust hat, diese tollen Projekte zu fördern, kann dies für „Move ON“ HIER und für „Life back Home“ HIER tun. Wir werden den Prozess begleiten und wünschen allen Projekten viel Glück und Erfolg!

Die Autorin

Christina Schulz (27) ist geborene Hamburgerin und hat hier auch Rechtswissenschaften studiert. In Schleswig-Holstein hat sie 2016 das Referendariat absolviert und unterstützt das Redaktionsteam von NeueNachbarn seit Anfang des Jahres 2017 als Autorin.

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