Der Journalist aus Damaskus

Das Team unterstützt Hussam Al Zaher bei der Umsetzung seines Online-Magazins „Flüchtling“. Von links nach rechts: Hussam Al Zaher, Kenan Darkhabani, Babette Hnup, Ahmad Al Zaher, Moaayad Audeh, Angelika Willigerod-Bauer, Peer Fischer, Julia von Weymarn und Sook-Thing Wong. Foto: Jonathan Gruber.

Im Februar 2017 gründete Hussam Al Zaher das Onlinemagazin „Flüchtling“ in Hamburg. Durch seine Berichterstattung will er Spannungen und Vorurteile zwischen verschiedenen Kulturen abbauen.

Stell Dir vor Du fliehst aus Deiner Heimat, weil dort Krieg herrscht. Du lässt alles hinter Dir zurück und schlägst Dich durch, bis Du irgendwann in einem fernen und fremden Land ankommst. „Der Journalist aus Damaskus“ weiterlesen

Integration ist der Anker

Wenn Flüchtlinge zu Nachbarn in unserer Hansestadt werden

Seit 2015 sind über eine Million Schutzsuchende in unser Land gekommen: 890.000 waren es 2015, in 2016 280.000.[1] Nach dem sehr herausfordernden Jahr 2015 sind in 2016 die Zahlen wegen der Schließung der Balkan-Route und des EU-Türkei-Abkommens stark zurückgegangen: Zu uns nach Hamburg kamen im vergangenen Jahr 16.167 Schutzsuchende, von denen unsere Stadt nach dem Königsteiner Schlüssel 9.448 unterbringen musste.[2] Was unsere Stadt und unser Land seit dem Sommer 2015 bei der Unterbringung und Aufnahme von Menschen, die vor Krieg, Terror und Verfolgung zu uns geflohen sind, geleistet haben, darf uns auch ein wenig stolz machen. „Integration ist der Anker“ weiterlesen

„DMF ist ein politisches Projekt!“

Wie und warum die HMS geflüchteten Medienschaffenden ein Sprungbrett in die deutsche Medienlandschaft bereitet

Von Tina Fritsche, Koordinatorin DMF

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Foto: Inken Jaacks

„Es genügt, wenn man eine Kamera dabei hat, um verhaftet oder getötet zu werden.“ Roshak Ahmad entging in Syrien mit viel Glück Anschlägen und Verhaftung; sie konnte sich nach Deutschland retten. Die Journalistin ist eine der ersten dreizehn Medienschaffenden mit Fluchtgeschichte, die die Hamburg Media School im April 2016 in das neue Weiterbildungsprogramm ‚Digitale Medien für Flüchtlinge’ aufgenommen hat. Ihren zwölf Kolleg*innen erging es in ihren Heimatländern Afghanistan, Syrien, dem Iran, Ruanda und Kolumbien ähnlich wie ihr: Sie filmten, schrieben, fotografierten, berichteten über das Leben von Männern, Frauen und Kindern in Krisengebieten, engagierten sich für Menschenrechte und Meinungsfreiheit und gerieten dadurch selbst in Lebensgefahr. „„DMF ist ein politisches Projekt!““ weiterlesen

Ehrenamt beflügelt

Das Flüchtlingsforum Hamburg auf Kampnagel

von Sebastian Mietzner

Flüchtlingsforum Hamburg
Flüchtlingsforum Hamburg: Volles Haus auf Kampnagel

Am 23. September trafen sich auf Kampnagel im Rahmen des Flüchtlingsforum Hamburg etwa 100 Initiativen und staatliche Träger, um über die Situation der Flüchtlinge in Hamburg zu sprechen und zu beraten. „Ehrenamt beflügelt“ weiterlesen

Warum weg aus Afghanistan?

Meine persönliche Fluchtgeschichte – Teil 2

von Haroon Niazi

Athen
Athen – Eine von vielen Stationen der Flucht

Wie fühlt es sich an, in Afghanistan als normaler Mensch zu leben? Normale Menschen haben kein Problem, außer der Gefahr der Attentäter, die sie Tag und Nacht bedroht, außer den Raketen, die aus Pakistan auf uns geschossen werden, außer der schlechten Politik, die Arme noch ärmer und Reiche reicher macht, außer dass weder Erfahrene noch junge Leute wegen der verbreiteten Korruption Arbeitsperspektiven haben, außer, dass sie nichts zum Essen haben und außer, dass jeden Tag hunderte von ihnen sterben. Alles klingt ganz normal oder? Das ist für uns zur Routine geworden. „Warum weg aus Afghanistan?“ weiterlesen

Frieden – In Afghanistan nur ein Wort

Meine persönliche Fluchtgeschichte – Teil 1

Von Haroon Niazi

Ich erlebte Flucht schon als Kind. Kurz nach meiner Geburt flohen wir nach Pakistan. Afghanistan war sowjetisch besetzt. Die Zivilbevölkerung litt unter den Folgen der Besatzung und den Gefechten zwischen den amerikanisch unterstützten Mujaheddin auf der einen und den sowjetischen Truppen mit ihren Unterstützern auf der anderen Seite. Mama erzählt, dass wir insgesamt zehn Jahre in Pakistan als Flüchtlinge waren. Manchmal musste mein Vater beruflich nach Afghanistan verreisen und dann musste sich Mama alleine um ihre fünf kleinen Kinder kümmern. „Frieden – In Afghanistan nur ein Wort“ weiterlesen

Teilen ist machbar, Herr Nachbar

Von Petra Ackmann

Da war es wieder: die Gelegenheit, die letzte freie Zeit für sich zu nutzen – vertan. Den letzten freien Samstag stehe ich auf einem Flohmarkt und verkaufe Gebrauchtes, um Erlöse für unsere Flüchtlingskinder einzunehmen. Was für eine Zeitverschwendung. Aber der Reihe nach. „Teilen ist machbar, Herr Nachbar“ weiterlesen

Etwas von meinem Glück zurückgeben

Meine persönliche Flüchtlingsgeschichte (Teil 2)

Von Bilata Suleiman

Zu Teil 1: In Deutschland zu Hause

Ich heiße Bilata Suleiman. Ich bin ein Flüchtlingskind. Mittlerweile bin ich als Sozialarbeiterin für das Deutsche Rote Kreuz in einer Einrichtung für Asylsuchende angestellt. „Etwas von meinem Glück zurückgeben“ weiterlesen