Hamburger Integrationskonzept wird weiterentwickelt

integration-777Breiter Beteiligungsprozess startet on- wie offline

Das Hamburger Integrationskonzept von 2013 wird weiterentwickelt. Die „Erstintegration“ von Geflüchteten in den ersten drei Jahren nach ihrer Ankunft wird neu in das Konzept aufgenommen. Wie seine Vorgänger wird das neue Konzept zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern sowie gesellschaftlichen Akteuren entstehen. Anregungen können bequem über eine Online-Umfrage eingereicht werden.

Auf der Internetseite www.hamburg.de/integrationskonzept kann jede und jeder ab sofort Anregungen für die Weiterentwicklung des bestehenden Integrationskonzeptes einreichen. Die Umfrage ist sechs Wochen lang (bis Mitte Dezember 2016) online und steht auch in englischer Sprache zur Verfügung. Alle Anregungen werden anschließend ausgewertet und fließen in die Erarbeitung  des neuen Konzepts ein.

Neben den Beratungen des Hamburger Integrationsbeirates und dieser Online-Befragung werden auch zahlreiche Multiplikatorinnen und Multiplikatoren um ihre Beteiligung gebeten. Hierzu zählen zum Beispiel Schülerinnen und Schüler der Internationalen Vorbereitungsklassen, Wohlfahrtsverbände, Kammern, die Junge Islam Konferenz, Beiräte (zum Beispiel Landesfrauenbeirat, Landes-Seniorenbeirat, etc.) sowie die Dachorganisationen ehrenamtlicher Initiativen und Projekte.

Weil die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger sowie gesellschaftlicher Akteure so bedeutsam sind, richtet sich der Termin der Fertigstellung und Veröffentlichung des weiterentwickelten Integrationskonzepts maßgeblich nach dem Umfang und der Dauer des vorgesehenen Beteiligungsprozesses.

Mit der Vorlage des weiterentwickelten Konzepts kann voraussichtlich vor der nächsten Sommerpause des Parlaments gerechnet werden.

„Demokratie für mich“ – ein Leitfaden für Geflüchtete in Deutschland

Mehrsprachige Gratis-Publikation für Geflüchtete zu demokratischen Grundrechten in Deutschland

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Auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Farsi ist der von der Landeszentrale für politische Bildung in Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit dem dortigen Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales entwickelte Leitfaden nun auch in Hamburg erhältlich. Die 32-seitige Broschüre ist in einfacher Sprache gehalten, verständlich illustriert und wird u.a. auch Flüchtlingseinrichtungen zur Verfügung gestellt. Sie richtet sich an Flüchtlinge aber auch an bereits länger in Deutschland lebende Menschen. „„Demokratie für mich“ – ein Leitfaden für Geflüchtete in Deutschland“ weiterlesen

„DMF ist ein politisches Projekt!“

Wie und warum die HMS geflüchteten Medienschaffenden ein Sprungbrett in die deutsche Medienlandschaft bereitet

Von Tina Fritsche, Koordinatorin DMF

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Foto: Inken Jaacks

„Es genügt, wenn man eine Kamera dabei hat, um verhaftet oder getötet zu werden.“ Roshak Ahmad entging in Syrien mit viel Glück Anschlägen und Verhaftung; sie konnte sich nach Deutschland retten. Die Journalistin ist eine der ersten dreizehn Medienschaffenden mit Fluchtgeschichte, die die Hamburg Media School im April 2016 in das neue Weiterbildungsprogramm ‚Digitale Medien für Flüchtlinge’ aufgenommen hat. Ihren zwölf Kolleg*innen erging es in ihren Heimatländern Afghanistan, Syrien, dem Iran, Ruanda und Kolumbien ähnlich wie ihr: Sie filmten, schrieben, fotografierten, berichteten über das Leben von Männern, Frauen und Kindern in Krisengebieten, engagierten sich für Menschenrechte und Meinungsfreiheit und gerieten dadurch selbst in Lebensgefahr. „„DMF ist ein politisches Projekt!““ weiterlesen

Ehrenamt beflügelt

Das Flüchtlingsforum Hamburg auf Kampnagel

von Sebastian Mietzner

Flüchtlingsforum Hamburg
Flüchtlingsforum Hamburg: Volles Haus auf Kampnagel

Am 23. September trafen sich auf Kampnagel im Rahmen des Flüchtlingsforum Hamburg etwa 100 Initiativen und staatliche Träger, um über die Situation der Flüchtlinge in Hamburg zu sprechen und zu beraten. „Ehrenamt beflügelt“ weiterlesen

Ratgeber für ehrenamtliche FlüchtlingshelferInnen in Hamburg

caritas-2Angesichts der Anzahl der geflüchteten Menschen ist die Hilfsbereitschaft in Hamburg erfreulich groß. Aber oft fehlen Freiwilligen die notwendigen Informationen. Sie wissen nicht, wie sie am besten helfen können oder wohin sie sich mit Fragen wenden sollen. „Ratgeber für ehrenamtliche FlüchtlingshelferInnen in Hamburg“ weiterlesen

Bundesweite Partnerschaftsinitiative: Start with a Friend

Geflüchtete finden Freunde mit Tandem-Partnerschaften

Start with a friend
Start with a friend | YouTube-Screenshot

In mitlerweile neun Städten Deutschlands gibt es die Tandem-Partnerschaften Start with a Friend, so auch in Hamburg. Die Initiative unterstützt geflohene Menschen bei ihrer Ankunft in Deutschland, indem sie sie mit Einheimischen zusammenbringt, die ihnen mit ihrer Erfahrung im täglichen Leben zur Seite stehen. „Bundesweite Partnerschaftsinitiative: Start with a Friend“ weiterlesen

Mitreden. Mitsuchen. 44 Flächen finden.

Etwa 400 Hamburgerinnen und Hamburger haben sich seit Mai diesen Jahres an der Suche nach Flächen für Flüchtlingsunterkünfte im Rahmen des Projekts ‚Finding Places‘ beteiligt. Mit Erfolg: 161 Flächen für mehr als 20.000 Plätze wurden diskutiert. 44 davon wurden nach Ersteinschätzung vom Zentralen Koordinierungsstab Flüchtlinge (ZKF) als geeignet bewertet – dies entspräche in etwa 6.500 Unterkunftsplätzen, heißt es in einer Pressemitteilung der Hafen City Universität (HCU).

„Mitreden. Mitsuchen. 44 Flächen finden.“ weiterlesen

Diskussion: Wie gelingt Integration?

Senatorin Stapelfeldt diskutiert am 13. September mit Vertreterinnen von Wissenschaft und Initiativen im KörberForum

die-neuen-nachbarn-bleiben_c_frdric-mougenotFotonachweis: Frédéric Mougenot

Viele der nach Hamburg Geflüchteten werden hier bleiben – eine große, aber machbare Herausforderung für die Stadtgesellschaft. Diskutiert wird im Rahmen der Reihe »Bürger.Macht.Politik« über kurz- und mittelfristige Unterbringungsmöglichkeiten, eine gelingende Integration in Nachbarschaften und die Einbindung der Bürger.

„Diskussion: Wie gelingt Integration?“ weiterlesen